Geplante Kürzungen schwächen Deutschland Interessen

LRK unterstützt die Stellungnahme der Allianz

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen kritisiert nachdrücklich die Ankündigung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), bis 2031 schrittweise alle Hochschulkooperationsprogramme der Entwicklungszusammenarbeit – mit Ausnahme eines Alumniprogramms – einzustellen. Sie appelliert an die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag, im weiteren Haushaltsprozess tragfähige Lösungen zu finden, damit die Zusammenarbeit zwischen deutschen Hochschulen und Partnern im Globalen Süden weiterhin die nötige Unterstützung erhält.

Die Stellungnahme und den Appell der Allianz der Wissenschaftsorganisationen unterstützt die Landesrektor_innenkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in NRW nachdrücklich.

„Die vorgesehenen Mittelkürzungen würden zentralen deutschen Zielen und Bemühungen der Entwicklungszusammenarbeit zuwiderlaufen. Denn Hochschulpartnerschaften sind ein etablierter strategischer Hebel deutscher Entwicklungszusammenarbeit. Sie stärken Zukunftsperspektiven und die Beschäftigungssituation vor Ort in den Partnerländern und verringern so langfristig auch den Migrationsdruck”, erklärt Prof. Dr. Bernd Kriegesmann. Der Vorsitzende der Landesrektor_innenkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften fügt weiter hinzu, dass die beabsichtigten Kürzungen auch kontraproduktiv für die Rolle Deutschlands in einer zunehmend fragmentierten Weltordnung seien und die entstehenden Lücken womöglich Länder mit ganz anderen Interessen füllen würden.

Hier geht es zur Stellungnahme der Allianz der Wissenschaftsorganisationen.