BAföG-Reform darf nicht ausgebremst werden

Der jungen Generation ein positives Signal senden

Mit Sorge verfolgt die Landesrektor_innenkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in NRW die jüngsten Äußerungen aus Teilen der Bundesregierung, die die im Koalitionsvertrag von Union und SPD festgeschriebene BAföG-Reform für nicht umsetzbar halten. Aus Sicht der LRK ist die geplante zeitnahe BAföG-Reform zwingend notwendig, um faire Studienbedingungen zu sichern.

Wie das Statistische Bundesamt nach Ergebnissen der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2023 im August 2024 mitteilte, ist gut ein Drittel (35 %) aller Studierenden armutsgefährdet. Ein Studium unter solchen Rahmenbedingungen ist für junge Menschen wenig erstrebenswert.

„Das BAföG muss wieder mehr junge Menschen erreichen und ihnen ein Studium überhaupt erst ermöglichen. Dabei muss die Höhe die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten angemessen berücksichtigen. Wir erwarten von der Bundesregierung, die BAföG-Reform wie geplant im Juli im Kabinett zu verabschieden und damit ein klares, positives Signal an die junge Generation zu senden, die mit Zuversicht und ohne existenzielle Sorgen in ein Studium starten soll. Ein zeitgemäß ausgestaltetes BAföG ist ein zentrales Instrument, um Chancengerechtigkeit zu stärken und Bildungswege unabhängig von der sozialen Herkunft zu eröffnen“, erklärte Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Vorsitzender der Landesrektor_innenkonferenz der HAW in NRW und Präsident der Westfälischen Hochschule.

Die LRK verweist zudem auf die Stellungnahme der Hochschulrektorenkonferenz, der sie sich vollumfänglich anschließt: „Bildungspolitisch absolut falsches Signal“: HRK kritisiert mögliche Absage der BAföG-Reform