Antragsstopp gefährdet erfolgreiche Kooperationen
„Langfristig verlässliche Finanzierung sicherstellen“
Die nordrhein-westfälischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) reagieren mit großer Sorge und Irritation auf den überraschenden Antragsstopp im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundeswirtschaftsministeriums. Sie warnen vor fatalen Signalen für die Innovationskraft des Standorts Deutschland.
„Der Antragsstopp im bekanntesten und für Mittelstandskooperationen relevantesten aller Transferprogramme des Bundes trifft die erfolgreiche Zusammenarbeit von Mittelstand und Hochschulen in Forschung, Entwicklung und Technologietransfer. Die Signalwirkung ist fatal. Erst durch die ZIM-Förderung werden zahlreiche gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte möglich, die für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland von großer Bedeutung sind. Die Innovations-kraft beruht hierzulande ganz wesentlich auf einem engen Schulterschluss von Wissenschaft und Wirtschaft“, erklärt Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Vorsitzender der Landesrektor_innenkonferenz der HAW in NRW.
In einem Schreiben an Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, bittet Bernd Kriegesmann nachdrücklich, „den Antragsstopp schnellstmöglich aufzuheben und die Finanzierung des ZIM langfristig verlässlich sicherzustellen“. Die Förderung von Innovation, Technologietransfer und mittelständischen Forschungskooperationen sei eine Investition in die Zukunft und zahle sich daher auch aus fiskalischer Sicht aus.
Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sind mit ihrer hohen Anwendungsorientierung über-proportional bei der ZIM-Förderung vertreten. Kriegesmann: „Der Antragsstopp schmerzt besonders, weil bei Unternehmenspartnern der Eindruck von Unzuverlässigkeit in Kooperationen an den beteiligten Hochschulen haften bleibt. Dabei ist Verlässlichkeit eine wichtige Grundlage für gelingende Kooperationen.“


