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	<title>Forschung Archives - Hochschulen NRW</title>
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	<description>Landesrektor_innenkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften e.V.</description>
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		<title>50 Jahre HAWs in NRW &#8211; Interview mit Prof. Dr. Marcus Baumann</title>
		<link>https://haw-nrw.de/50-jahre-haws-in-nrw-interview-mit-prof-dr-marcus-baumann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert von Olberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2021 07:43:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Studium und Lehre]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 50 Jahren gibt es in Nordrhein-Westfalen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Der LRK-Vorsitzende Prof. Dr. Marcus Baumann blickt in einem Interview auf das Jubiläum und die dazugehörige Kampagne der NRW-HAWs.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:calc( 1100px + 0px );margin-left: calc(-0px / 2 );margin-right: calc(-0px / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:0px;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:0px;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:0px;--awb-spacing-left-medium:0px;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:0px;--awb-spacing-left-small:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-1"><h3>50 Jahre HAWs in NRW &#8211; Interview mit Prof. Dr. Marcus Baumann</h3>
</div><div class="fusion-text fusion-text-2"><p><strong>Seit 50 Jahren gibt es in Nordrhein-Westfalen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Der LRK-Vorsitzende Prof. Dr. Marcus Baumann blickt in einem Interview auf das Jubiläum und die dazugehörige Kampagne der NRW-HAWs.<br />
</strong></p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-3"><p><em><strong>Herr Prof. Dr. Baumann, 50 Jahre Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in NRW. Was bedeutet das für Sie persönlich?</strong></em></p>
<p>Dieses Jubiläum erfüllt mich schon mit einem gewissen Stolz. Nach meinem Studium an der RWTH Aachen, einer technischen Universität, habe ich lange selbst in der Arktis und Antarktis im Zusammenhang mit Fragestellungen zu globalen Klimaveränderungen geforscht. Die Frage, wie wir wissenschaftliche Erkenntnisse für Mensch und Umwelt, für die Gesellschaft, nutzbar machen können, hat mich immer umgetrieben. Das ist genau das, was Lehre sowie Forschung und Entwicklung an HAWs auszeichnet: Praxisnähe, Anwendungsbezug, der Transfer von der Wissenschaft in Wirtschaft und Gesellschaft und die Entwicklung von Innovationen. Wie sich die HAWs in einem halben Jahrhundert zu zentralen Akteurinnen im deutschen Wissenschafts- und Innovationssystem entwickelt haben, finde ich einfach großartig.</p>
<p><strong><em>Das Motto der Kampagne lautet ja „Unglaublich wichtig“. Können Sie kurz skizzieren, warum die HAWs so wichtig für Land und Region sind?</em></strong></p>
<p>Als HAWs zeichnet uns die enge Verbundenheit und Verzahnung mit Unternehmen und Gesellschaft in unserer jeweiligen Region aus. Wir leben Transfer, denn wie soll sich ein kleines oder mittleres Unternehmen eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung leisten können? Wir bilden daher nicht nur Fachkräfte aus, sondern entwickeln gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern konkrete Problemlösungen. Dazu kommt immer häufiger auch die Aufgabe, den Weg über Ausgründungen in die Selbstständigkeit zu ebnen. Unsere praxisnah ausgebildeten Studierenden wissen oft genau, mit welchen innovativen Produkten und Verfahren sie in eigenen Unternehmen Impulse setzen können.</p>
<p><strong><em>Gerade beschäftigt uns alle eine globale Pandemie. Was glauben Sie, können die HAWs zu weiteren globalen Herausforderungen wie z. B. Klimawandel, nachhaltiger Energiewirtschaft oder Mobilität beitragen?</em></strong></p>
<p>An den HAWs betrachten wir ein wissenschaftlich erkanntes Phänomen nicht allein als solches, sondern denken sofort weiter. Sie werden keine Seminare, keine Übungen an unseren Hochschulen finden, die nicht unmittelbar Bezug auf aktuelle Herausforderungen unserer Gegenwart nehmen. Und wenn Sie einen Blick auf aktuelle Forschungsprojekte an unseren Hochschulen werfen, werden Sie sich unweigerlich an die Zeitungslektüre heute Morgen am Frühstückstisch erinnert fühlen.</p>
<p><strong><em>Wo sehen Sie weiteres Potenzial in der Entwicklung der HAWs? (Stichwort Promotionsrecht)Seit den Gründerjahren haben sich die FHs sehr erfolgreich zu den heutigen HAWs weiterentwickelt. Wo sehen Sie die HAWs in den nächsten Jahrzehnten verortet?</em></strong></p>
<p>Wir werden als HAWs unser Profil als Orte praxisnaher Lehre und anwendungsorientierter Forschung, als bestens vernetzte Akteurinnen im regionalen Innovationnetzwerk weiter schärfen. Entwicklungen wie die Gründung des Promotionskollegs der HAWs in NRW Ende des vergangenen Jahres und der stetige Ausbau der Forschungsförderung werden dabei wichtige Schrittmacher sein. Dass wir uns als HAWs diese Entwicklungen noch zügiger wünschen würden, liegt auf der Hand. Aber wir werden auch in der eigenen und medial gestützten Darstellung unserer Stärken, Interessen und Bedarfe immer besser. Diese Jubiläumskampagne ist dafür ein gutes Beispiel.</p>
</div></div></div></div></div>
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			</item>
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		<title>Interview zur Gründung des Promotionskollges NRW</title>
		<link>https://haw-nrw.de/interview-zur-gruendung-des-promotionskollges-nrw/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert von Olberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2021 07:46:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Interview beleuchten NRW-Wissenschaftsministerin Pfeiffer-Poensgen, LRK-Vorsitzender Prof. Baumann und der Vorsitzende des Promotionskollegs, Prof. Sternberg, die Gründung des Promotionskollegs NRW und geben einen Ausblick auf die nächsten Schritte hin zum Promotionsrecht für das Promotionskolleg.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-2 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:calc( 1100px + 0px );margin-left: calc(-0px / 2 );margin-right: calc(-0px / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:0px;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:0px;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:0px;--awb-spacing-left-medium:0px;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:0px;--awb-spacing-left-small:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-4"><h3>Interview zur Gründung des Promotionskollegs NRW</h3>
</div><div class="fusion-text fusion-text-5"><p>Im Interview beleuchten NRW-Wissenschaftsministerin Pfeiffer-Poensgen, LRK-Vorsitzender Prof. Baumann und der Vorsitzende des Promotionskollegs, Prof. Sternberg, die Gründung des Promotionskollegs NRW und geben einen Ausblick auf die nächsten Schritte hin zum Promotionsrecht für das Promotionskolleg.</p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-6"><p>Das Interview findet sich auf der Seite des MKW: <a href="https://www.mkw.nrw/promotionskolleg-nrw-interview">https://www.mkw.nrw/promotionskolleg-nrw-interview</a></p>
</div></div></div></div></div>
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		<item>
		<title>Zu viele Promotionen? &#8211; eine Antwort auf Jürgen Kaube</title>
		<link>https://haw-nrw.de/zu-viele-promotionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Britta Tervooren]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Sep 2018 13:30:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lrk-fh-nrw.de/?p=313</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine Inflation an Promotionen attestierte jüngst der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Peter-André Alt, dem deutschen Wissenschaftssystem und riet dazu, diese „kritisch zu hinterfragen“ angesichts der Tatsache [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-3 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="max-width:calc( 1100px + 0px );margin-left: calc(-0px / 2 );margin-right: calc(-0px / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-2 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:0px;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:0px;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:0px;--awb-spacing-left-medium:0px;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:0px;--awb-spacing-left-small:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-text fusion-text-7"><h3>Zu viele Promotionen? &#8211; eine Antwort auf Jürgen Kaube</h3>
</div><div class="fusion-text fusion-text-8"><p><strong>Eine Inflation an Promotionen attestierte jüngst der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Peter-André Alt, dem deutschen Wissenschaftssystem und riet dazu, diese „kritisch zu hinterfragen“ angesichts der Tatsache, dass nicht einmal ein Fünftel der Promovierten dauerhaft im Wissenschaftsbetrieb verbleibe. Der FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube griff das Thema am 08.09.18 auf und argumentierte mit den angeblichen „Belastungen […], die den Hochschulen durch so viele Doktoranden erwachsen“.</strong></p>
</div><div class="fusion-separator fusion-full-width-sep" style="align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;margin-bottom:20px;width:100%;"><div class="fusion-separator-border sep-single sep-solid" style="--awb-height:20px;--awb-amount:20px;border-color:#e0dede;border-top-width:1px;"></div></div><div class="fusion-text fusion-text-9"><div class="fusion-text">
<p style="text-align: left;">Aachen/Münster, 14.09.2018. Ein Argument, das schon auf den ersten Blick irritiert, dient eine Promotion doch der wissenschaftlichen Qualifizierung und ist zugleich ein Beitrag zum Fortschritt in der Forschung – beides Anliegen, die zum Wesen und den Kernaufgaben von Hochschulen gehören.</p>
<p><strong>Immense Bedeutung im Forschungsalltag</strong></p>
<p class="bodytext">Doch auch der zweite Blick auf dieses Argument verstärkt die Irritation nur mehr als dass er sie abschwächt. Blickt man nämlich auf die Forschung an deutschen Hochschulen, so stellt man fest, welch immense Bedeutung die Beiträge von Doktorandinnen und Doktoranden haben.</p>
<blockquote>
<p class="bodytext">Kaum ein Drittmittelprojekt könnte allein mit den Ressourcen erfolgreich sein, die eine Professorin oder ein Professor mitbringen.</p>
</blockquote>
<p class="bodytext">Und dies gilt unabhängig davon, ob es sich nun um einen Universitätsprofessor mit einer Lehrverpflichtung von neun Semesterwochenstunden oder um eine FH-Professorin mit einer doppelt so hohen Lehrverpflichtung handelt. Aufgaben in der akademischen Selbstverwaltung, Publikationen, Konferenzbeiträge und anderes reduzieren die Forschungskapazitäten einer jeden Professur weiter. Ohne Mitarbeit eines qualifizierten Mittelbaus ist Forschung an deutschen Hochschulen überhaupt nicht vorstellbar. Wer schreibt den Drittmittelantrag zwischen Vorlesung am Morgen, Senatssitzung am Mittag und Sprechstunde am Nachmittag, wenn nicht Assistentinnen und Assistenten wesentliche Vorarbeiten leisten? Wer überwacht die Versuchsreihe im Labor, die mehrere Tage umfasst, wenn zwischendurch das Seminar und die Vorbereitung der nächsten Veröffentlichung im Fachjournal rufen? Forschung an Hochschulen ist Teamwork, von der alle Beteiligten profitieren.</p>
<p><strong>Promotion nicht nur im Wissenschaftsbetrieb hilfreich</strong></p>
<p class="bodytext">Und auch der dritte Blick auf das Argument der „Belastung“ durch Doktorandinnen und Doktoranden lässt dieses nur noch schräger erscheinen. Denn was ist eine Promotion eigentlich? Sie ist eine Qualifikationsschrift. Eine Qualifikation für die Übernahme weiterer Aufgaben unter anderem im Wissenschaftsbetrieb. Nun bietet die Hochschullandschaft trotz kontinuierlich hoher Studierendenzahlen nun wahrlich nicht für alle Promovierten eine Stelle als Hochschullehrerin oder Hochschullehrer. Doch mutet die Auffassung auch merkwürdig an, dass eine erfolgreiche Promotion allein im Wissenschaftsbetrieb eine adäquate Qualifikation darstellt. Allein ein Blick in die Vorstandsetagen der großen Konzerne und Banken, die Labore von Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche oder die Fachreferate in Behörden und Ministerien offenbart, dass auch jenseits des unmittelbaren Wissenschaftsbetriebs die abgeschlossene Promotion der Schlüssel zu einer ganzen Reihe von Stellungen und Positionen ist, insbesondere auf der Führungsebene. Eine erfolgreich abgeschlossene Promotion steht für die Fähigkeit des Bewerbers, sich über einen längeren Zeitraum eigenständig einer spezifischen Fragestellung zu widmen, sie gewissenhaft und sorgfältig zu bearbeiten, gewonnene Erkenntnisse kritisch zu hinterfragen und gegen Einwände zu verteidigen. Sie dokumentiert Durchhaltevermögen und Disziplin genauso wie Neugier, Ehrgeiz und analytische Fähigkeiten.</p>
<blockquote>
<p class="bodytext">Promotionen haben breiten volkswirtschaftlichen Nutzen. Es geht nicht nur um die Entwicklung der Wissenschaft, sondern insbesondere auch um den Nutzen der Erkenntnisse für die Gesellschaft.</p>
</blockquote>
<p class="bodytext">Insofern sind Promotionen allgemein, aber insbesondere für die Innovationsforschung unverzichtbar. Und wer meint überhaupt, die Ausbildung an einer Hochschule solle allein für den Wissenschaftsbetrieb qualifizieren? Dann ließe sich die in den letzten Jahren im großen politischen Konsens landauf und landab betriebene Ausweitung der Studienplätze und weitere Öffnung der Hochschulen als Ganzes in Frage stellen. Ein Blick ins Arbeitsrecht zeigt zudem, dass sich die im Hochschulbetrieb so weit verbreitete Befristung von Beschäftigungsverhältnissen rechtlich einwandfrei allein mit dem Hinweis auf die während der Tätigkeit erfolgende Qualifizierung begründen lässt. Und das aus gutem Grund.</p>
<p class="bodytext">Ohne Doktorandinnen und Doktoranden stellt sich für den Wissenschaftsbetrieb schneller als gedacht die Überlebensfrage. Nicht allein, wenn es um den professoralen Nachwuchs geht, sondern genauso mit Blick auf die Leistungsfähigkeit des Forschungs- und Innovationssystems. Doktorandinnen und Doktoranden entwickeln mit ihren Arbeiten die Forschung weiter. Sie qualifizieren sich für spätere Aufgaben in Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Ihre Ausbildung ist für Hochschulen nicht zum Nulltarif zu haben. Was sie mit ihrer Arbeit Hochschulen und Wissenschaft aber bringen, ist unbezahlbar.</p>
<h4 class="bodytext"><strong>Der Vorstand der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW</strong><br />
Prof. Dr. Marcus Baumann, Prof. Dr. Ute von Lojewski, Prof. Dr. Hartmut Ihne, Prof. Dr. Martin Wortmann</h4>
</div>
</div></div></div></div></div>
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